800 Schüler fordern bessere Bildung: Schülerkongress basis'05 großer Erfolg
14.03.2005: Am Wochenende waren in Nürnberg 800 Schülerinnen und Schüler zusammengekommen, um zu diskutieren, sich fortzubilden und Forderungen zu stellen. Die Organisatoren ziehen die Bilanz erfolgreicher drei Tage:
"basis'05 hat gezeigt, dass Schülerinnen und Schüler in der bildungspolitischen Diskussion nicht vernachlässigt werden dürfen.", so Anna Metzker, Vorstand der Landesschülervertretung Bayern (LSV), "800 Schüler sind ein eindrucksvolles Zeichen an die Entscheidungsträger in der Politik."
Die Schülerinnen und Schüler stellten unter anderem die Forderung, dass Bildung kostenlos sein müsse. Studiengebühren und Büchergeld lehnen sie ab. "Weitere finanzielle Belastungen der Schülerinnen und Schüler beziehungsweise der Studierenden sind nicht tragbar und verschärfen noch die Selektion, die schon in der vierten Klasse beginnt", so Anna Metzker, "Es ist uns ein Anliegen, dass das Recht auf Bildung jedem und jeder zugestanden wird."
Auch das Schulsystem kritisieren die Schüler. Sie schlagen "Eine Schule für Alle" vor. Das bedeutet, dass die Auslese nach der vierten Klasse abgeschafft wird und alle Schüler gemeinsam bis zur 10. Klasse diesselbe Schule besuchen. "Mit dieser Forderung treten wir dafür ein, dass das Hauptaugenmerk im Schulsystem nicht mehr darauf liegt die Schüler in eine von drei Schubladen zu stecken, sondern darauf, für die Schüler da zu sein. Die Schule muss für jeden Schüler und für jede Schülerin verantwortlich sein und darf niemanden abschieben, wie das derzeit der Fall ist.", meinte Annas Metzker hierzu.
Eine dritte Forderung steht kurz vor der Verwirklichung: Auf dem Kongress verkündete Kultusstaatssekretär Karl Freller, dass der geforderte LandesschülerInnenrat (LSR) möglichst bald installiert werde und diskutierte sein Konzept mit den Schülerinnen und Schüler. Mit ihrer Kritik will er sein LSR-Konzept weiterentwickeln. Die LSV hatte davor ihr Konzept (www.lsv-by.de/lsr) vorgestellt. Anna Metzker: "Wir erhoffen uns nun vom Kultusministerium, dass gehandelt wird und dass die Verpsrechungen und Anregungen nicht einfach verworfen werden."
Das dürfte dem Kultusminiterium nun allerdings schwerfallen: "800 Schülerinnen und Schüler haben gezeigt, dass die, die die Schule besuchen auch wissen, wie Schule verändert werden muss!", so Anna Metzker abschließend.

