Wir wollen endlich richtige Mitbestimmung!
Im Arbeitskreis LandesschülerInnenrat wurde mit Kultusstaatssekretär Freller über eine Einführung einer landesweiten SchülerInnenvertretung in Bayern diskutiert.
Der Landesschülerrat setzt eine Gleichberechtigung aller Schularten voraus. An jeder Schule werden neben den Schülersprechern zwei Delegierte in einen Stadt-/ Kreisschülerrat gewählt. Dieser Stadt-/ Kreisschülerrat wird die Aufgaben der jetzigen Bezirke übernehmen. Doch auf kleinerer Ebene ist eine viel bessere Zusammenarbeit an der Basis und zwischen den Schulen möglich. Aus diesen Stadt- und Kreisschülerräten werden wiederum Delegierte für die Landesschülerkonferenz (LSK) gewählt. Aus dem Gremium der Landesschülerkonferenz wird ein mehrköpfiger Vorstand gewählt, der nach Möglichkeit aus Vertretern aller Schularten bestehen soll. Der Vorstand wird die Beschlüsse und Meinungen in der Öffentlichkeit vertreten und ist für die Koordination in der LSK und die Informationsweitergabe (bis an die Schulen) verantwortlich.
Die Schwerpunkte des Landesschülerrats sind: o Anhörungsrecht vor bildungspolitischen Entscheidungen im Landtag (vor der Anhörung muss die LSK getagt haben) o Alle Schularten: jedem Schüler muss die Möglichkeit gegeben werden, sich selbst zu vertreten o Informationsweitergabe und Informationsrecht: Informationen vom Vorstand müssen bis an die Schulen gelangen o Die SV- Arbeit muss auf Stadt-/Kreisebene stattfinden, um direkten Kontakt zu den Schulen zu haben. Schülerengagement darf nicht nur auf einzelnen Personen abgeladen werden, sondern vielen Schülerinnen und Schüler kann auf regionaler Ebene die Möglichkeit gegeben werden, sich für Schule einzusetzen. o Autonomie für die Stadt-/Kreisschülerräte: Eigene Sitzungs- und Arbeitsgestaltung; Satzung wird von der LSK festgelegt.
Wieso haben wir uns für diese Form des Landesschülerrats entschieden? Wir sind gegen eine rein gymnasiale Schülervertretung, denn jeder Schüler von jeder Schulart ist in der Lage sich selbst vertreten. Die Arbeit auf Stadt- und Kreisebene ist viel sinnvoller, denn im Gegensatz zu großen Bezirken kann die Arbeit effektiver, zielgerichteter und persönlicher gestaltet werden. Aufgrund der Vielfalt an Schularten können gemeinsame Ziele verfolgt werden, jedoch auch schulartspezifische Themen werden in eigenen Arbeitsgruppen nicht zu kurz kommen. In dieser Form des Landesschülerrats sind uns die unter "Schwerpunkte" genannten Aspekte gesichert und wir müssen nicht, wie viele Landesschülervertretungen, einen Aufgabenkatalog erfüllen, der uns daran hindert, mit allen Möglichkeiten Schülerinnen und Schüler zu vertreten.
Die Umsetzung
Die Organisation der Stadt-/Kreisschülerräte soll von den Schulämtern der jeweiligen Städte/Kreise übernommen werden. Diese sind dafür verantwortlich, dass Tagungen und Treffen durchgeführt werden können und Möglichkeiten zum Beispiel für Postverschickungen gegeben werden. Die Finanzierung kann großteils von dem Etat der Bezirksaussprachetagungen übernommen werden. Diese werden nicht mehr fest etabliert stattfinden, sondern nur noch auf Initiative einiger Städte/Kreise oder zu wichtigen bezirksweiten Anlässen.

